Seit dem 1. Juli erhebt die Europäische Union auf zahlreiche Online-Bestellungen aus Nicht-EU-Staaten mit einem Warenwert unter 150 Euro eine neue Importabgabe. Während viele Verbraucher über die zusätzlichen Kosten verärgert sind, feiert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Maßnahme öffentlich als Erfolg.
Auf X erklärte sie, die neue Regelung stelle die „Fairness für europäische Unternehmen“ wieder her. Zudem verwies sie darauf, dass 30 Millionen Europäer im Einzelhandel beschäftigt seien. Günstige Online-Importe hätten europäische Händler benachteiligt, viele Produkte würden außerdem nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprechen. Die neue Abgabe diene daher auch dem Schutz der Verbraucher.
Ärger im Netz
Ganz anders fällt die Reaktion bei zahlreichen Social-Media-Usern sowie auch im exxpress-Forum aus. Unter dem Bericht über die neue Paketabgabe überwiegt der Ärger. Ein Leser schreibt etwa: „Man muss die Kreativität durchaus anerkennen, wie sie den Bürgern ihr Einkommen aus der Tasche ziehen.“ Er zählt zahlreiche bestehende Abgaben auf und kritisiert, dass nun auch noch eine Paketsteuer dazukomme.
Ein weiterer Nutzer kommentiert sarkastisch: „Hauptsache, Ursula von der Leyen ist zufrieden – oder?“ Ein anderer schreibt: „Schon mal drüber nachgedacht, dass in der EU einfach alles viel zu teuer ist und deshalb bei AliExpress und Co. bestellt wird?“
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