Für BMW ist die Investition Teil einer langfristigen Technologieoffensive. Der Konzern sieht Wasserstoff nicht als Konkurrenz zur Elektromobilität, sondern als ergänzende Lösung für unterschiedliche Einsatzbereiche. Besonders bei langen Reichweiten, kurzen Betankungszeiten und bestimmten Fahrzeugsegmenten sieht das Unternehmen großes Potenzial.

Ab 2027 ist zunächst eine Vorserienfertigung vorgesehen. 2028 soll dann die Technologie erstmals in einem Serienmodell eingesetzt werden. Geplant ist der Einsatz der Brennstoffzellen voerst im SUV-Modell X5.

Entwicklungszentrum arbeitet an der Industrialisierung

Neben der Produktion spielt auch die Forschung in Steyr eine zentrale Rolle. Das dortige Entwicklungszentrum arbeitet intensiv daran, die Brennstoffzellentechnologie für den großflächigen Einsatz vorzubereiten. Dazu gehören die Optimierung von Komponenten, umfangreiche Tests sowie die Entwicklung effizienter Produktionsprozesse.

Prüfstände und die erforderliche Wasserstoff-Infrastruktur wurden bereits eingerichtet und befinden sich im Betrieb.

Milliardeninvestitionen in den Antriebsstandort

Die Wasserstoff-Offensive ist nur ein Teil eines deutlich größeren Investitionsprogramms. Parallel dazu produziert BMW in Steyr bereits seit vergangenem Jahr elektrische Antriebssysteme für die sogenannte „Neue Klasse“, die kommende Fahrzeuggeneration des Konzerns.

Zwischen 2022 und 2030 investiert die BMW Group insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau ihrer Kompetenzen bei elektrischen Antrieben am Standort. Damit bleibt Steyr das weltweit wichtigste Antriebszentrum des Unternehmens.

Verbrenner, Elektro und Wasserstoff unter einem Dach

Trotz der Investitionen in neue Technologien verabschiedet sich BMW nicht vollständig von bestehenden Antriebskonzepten.

Diese breite Aufstellung ist Teil der erfolgreichen Strategie der Technologieoffenheit, die BMW seit Jahren verfolgt. Statt sich auf eine einzige Lösung festzulegen, setzt der Konzern auf mehrere Antriebstechnologien parallel.