Laut einer Untersuchung von Creditreform mussten in den letzten Monaten 25,5 % der deutschen Handwerksbetriebe Umsatzrückgänge hinnehmen. Zwar liegt dieser Wert leicht unter dem Vorjahresniveau von 26,9 %, doch gleichzeitig konnten lediglich 22,2 % der Unternehmen ein Umsatzplus verzeichnen.
Parallel zu den rückläufigen Umsätzen sind auch die Auftragsbücher leer. Die Auslastung vieler Betriebe sinkt, neue Projekte bleiben aus oder werden verschoben.
Geopolitische Risiken verschärfen die Lage
Ein Unsicherheitsfaktor ist mitunter die internationale Lage. Der Krieg im Iran wirkt sich laut Branchenbericht direkt auf Energiepreise und Lieferketten aus, was wiederum direkt auf die Geschäftszahlen durchschlägt.
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnt sogar vor möglichen Engpässen bei wichtigen Vorprodukten. In der aktuellen Einschätzung heißt es, dass die Verfügbarkeit zahlreicher Materialien in den kommenden Monaten unsicher bleibt. Dies könnte zu Verzögerungen bei Projekten und zusätzlichen Kostensteigerungen führen.
Kosten steigen – Planung wird schwieriger
Für die Betriebe bedeutet diese Situation vor allem eines: Unsicherheit. Preisentwicklungen lassen sich schwer kalkulieren, Projekte verzögern sich und Kunden reagieren zunehmend zurückhaltend.
Branchenvertreter gehen davon aus, dass es zu weiteren Preisanpassungen, längeren Wartezeiten und Verzögerungen bei der Umsetzung von Aufträgen kommen könnte. Wie stark diese Effekte ausfallen werden, ist derzeit jedoch kaum abschätzbar.

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