Der sogenannte Economic Sentiment Indicator (ESI) liegt im Mai 2026 bei lediglich 90,4 Punkten. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der 27 EU-Staaten beträgt 93,7 Punkte. Der langjährige Referenzwert liegt sogar bei 100 Punkten. Österreich verpasst diese Marke damit klar.
Griechenland plötzlich vor Österreich
Besonders brisant: Im europaweiten Vergleich landet Österreich nur noch im hinteren Drittel. Lediglich Deutschland, Dänemark und Belgien weisen eine noch schlechtere Wirtschaftsstimmung auf. Während hierzulande die Sorgen über Teuerung, schwaches Wachstum und unsichere Perspektiven anhalten, sorgt ein anderes Land für Überraschung. Griechenland, das jahrelang als Sorgenkind Europas galt, führt das Ranking mit 107,5 Punkten sogar an und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt.

Alarmzeichen für Wirtschaft und Politik
Der Index gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Er basiert auf Umfragen unter Unternehmen und Konsumenten aus Industrie, Dienstleistungen, Einzelhandel, Bauwirtschaft und privaten Haushalten. Die aktuellen Zahlen zeigen vor allem eines: Die Verunsicherung in Österreich bleibt groß. Während andere Länder wieder optimistischer in die Zukunft blicken, kommt die heimische Wirtschaftsstimmung weiterhin nicht vom Fleck. Man kann getrost von einem absoluten Warnsignal sprechen.

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