Neue Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass Vorarlberg seinen Spitzenplatz im nationalen Preisranking verteidigt hat. Die Immobilienpreise haben sich innerhalb eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt. Nur in Wien liegen die Immobilienpreise noch höher.

Vorarlberg bleibt einer der teuersten Immobilienmärkte des Landes

Wer in Vorarlberg ein Haus kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Im Jahr 2025 lag der Medianpreis für Wohnhäuser bei 5.077 Euro pro Quadratmeter. Damit bewegt sich das Bundesland deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 2.836 Euro je Quadratmeter.

Noch höhere Preise wurden lediglich in Wien registriert. Dort kostete der Quadratmeter eines Wohnhauses im Median 5.376 Euro. Hinter Vorarlberg folgen Tirol mit 4.828 Euro und Salzburg mit 4.766 Euro pro Quadratmeter.

Auch bei Eigentumswohnungen zählt Vorarlberg zur absoluten Spitze. Der Medianpreis lag 2025 bei 5.000 Euro pro Quadratmeter. Österreichweit wurden Wohnungen dagegen im Durchschnitt für 4.162 Euro pro Quadratmeter gehandelt.

Preisentwicklung kennt seit Jahren nur eine Richtung

Besonders deutlich wird die Dynamik beim Blick auf die vergangenen zehn Jahre.

Im Jahr 2015 kostete ein Quadratmeter Wohnfläche in einem Vorarlberger Haus im Median noch 2.846 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von rund 78 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts (5.077 Euro im Jahr 2025).

Auch Deutschland erlebt die Rückkehr steigender Preise

Doch nicht nur in Vorarlberg ziehen die Immobilienpreise an. Auch in Deutschland hat sich die Entwicklung inzwischen gedreht.

Nachdem die Preise für Wohnimmobilien 2023 um durchschnittlich 8,4 Prozent und 2024 um weitere 1,5 Prozent gesunken waren, wurde 2025 erstmals seit drei Jahren wieder ein Anstieg verzeichnet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich Häuser und Wohnungen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Marktbeobachter rechnen damit, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte. Als Hauptgrund gilt das weiterhin knappe Angebot an Wohnraum.