Dennoch bleibt das Leben teuer. Der Bereich Verkehr ist mit einem Plus von 6,5 Prozent weiterhin der stärkste Preistreiber. Zwar stiegen die Treibstoffpreise im Juni “nur” noch um 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – im Mai lag das Plus allerdings noch bei 26,5 Prozent. Deutlich tiefer greifen müssen Urlauber hingegen bei Flugreisen: Flugtickets verteuerten sich im Jahresvergleich um 22,4 Prozent.
Energiekosten etwas geringer
Auch bei den Energiekosten gibt es erste Entlastungen. Vor allem Strom wurde mit einem Minus von 10,2 Prozent deutlich günstiger. Dafür sorgen unter anderem Steuerentlastungen und niedrigere Netzentgelte. Heizöl blieb zwar um 32,6 Prozent teurer als vor einem Jahr, der Preisanstieg fiel aber deutlich geringer aus als noch im Mai. Gas verteuerte sich hingegen um 4,6 Prozent, Fernwärme um 1,9 Prozent.
Leichte Entspannung im Supermarkt
Etwas Entspannung gibt es auch beim Wocheneinkauf. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Juni nur noch um 1,3 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 2,2 Prozent gestiegen waren. Fleisch, Obst sowie Milch- und Getreideprodukte wurden zwar teurer, der Preisauftrieb hat sich aber insgesamt abgeschwächt. Kaffee wurde sogar leicht günstiger.
Dienstleistungen bleiben Treiber
Kräftig angezogen haben dagegen die Preise für Dienstleistungen. Gastronomie und Hotels verteuerten sich um 4,5 Prozent, ambulante Gesundheitsleistungen sogar um 7,4 Prozent. Unterm Strich zeigt sich: Der Preisdruck lässt langsam nach und die Inflation bewegt sich wieder nach unten. Für viele Haushalte bleibt das Leben aber weiterhin deutlich teurer als noch vor einem Jahr.

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