Als Hauptursache für den neuerlichen Anstieg nennt die Statistik Austria die anhaltend starke Verteuerung von Dienstleistungen. Laut Generaldirektorin Manuela Lenk erhöhten sich die Preise in diesem Bereich im Jahresvergleich um 4,4 Prozent. Im April hatte das Plus noch bei 4,1 Prozent gelegen. Besonders stark wirkten sich dabei steigende Kosten für Flugreisen aus, die den Preisauftrieb zusätzlich verstärkten.
Industriegüter verteuern sich deutlich
Einen spürbaren Sprung gab es auch bei Industriegütern. Während die Preise in diesem Bereich im April noch vergleichsweise moderat um 0,8 Prozent gestiegen waren, lag der Anstieg im Mai bereits bei 1,4 Prozent. Damit tragen auch Waren außerhalb des Dienstleistungssektors wieder stärker zur allgemeinen Teuerung bei. Etwas Entspannung gab es hingegen bei den Energiekosten. Während Benzin im Mai leicht teurer wurde, gingen die Preise für Diesel und Heizöl im Vergleich zum Vormonat zurück. Dadurch fiel der inflationsfördernde Effekt der Energiepreise insgesamt geringer aus als zuletzt.
Lebensmittel verteuern sich langsamer
Auch bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabakwaren zeigte sich eine leichte Abschwächung der Preisentwicklung. Die Preise in diesem Bereich lagen um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im April hatte der Anstieg noch 2,6 Prozent betragen. Die sogenannte Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise wie Energie und bestimmte Lebensmittel ausgeklammert werden, lag im Mai bei 3,3 Prozent. Das zeigt, dass der grundlegende Preisdruck in vielen Bereichen der Wirtschaft weiterhin hoch bleibt.
Endgültige Zahlen folgen Mitte Juni
Die nun veröffentlichten Werte basieren auf einer Schnellschätzung. Den endgültigen Verbraucherpreisindex sowie detaillierte Auswertungen für den Berichtsmonat wird die Statistik Austria am 17. Juni veröffentlichen. Bis dahin zeichnet sich jedoch bereits ab: Von einer nachhaltigen Entspannung bei der Inflation kann derzeit noch keine Rede sein.

Kommentare
Lädt Kommentare...