Konkret wurden laut Daten der Londoner Börse innerhalb kürzester Zeit Tausende Terminkontrakte für die Ölsorte Brent verkauft, schreibt u.a. die Krone. Das Volumen: rund 760 Millionen US-Dollar. Nur etwa 20 Minuten später folgte die entscheidende Nachricht – die Öffnung einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel.
Die Folge ließ nicht lange auf sich warten: Der Ölpreis brach in kurzer Zeit deutlich ein. Für jene, die zuvor auf genau dieses Szenario gesetzt hatten, bedeutete das enorme Gewinne.
Timing sorgt für massive Zweifel
Die Nähe zwischen Handel und politischer Entscheidung lässt den Verdacht aufkommen, dass bestimmte Marktteilnehmer vorab informiert gewesen sein könnten. Die eingesetzten Mengen – Millionen Barrel Öl – konnten nach dem Preissturz günstiger zurückgekauft werden.
Weitere Fälle unter Beobachtung
Es ist nicht das erste Mal, dass ähnliche Transaktionen im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen rund um den Iran auffallen. Bereits zuvor gab es auffällige Wetten kurz vor wichtigen politischen Ankündigungen, die den Ölpreis massiv bewegten.
Die US-Aufsichtsbehörden haben die Vorgänge inzwischen im Blick. Im Fokus stehen mögliche Verstöße gegen Marktregeln sowie der Verdacht auf Insiderwissen. Auch innerhalb politischer Kreise wurden zuletzt Warnungen ausgesprochen, sensible Informationen nicht für persönliche Gewinne zu missbrauchen.

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