Nach Abschluss einer turnusmäßigen Überprüfung des Kreditprogramms genehmigte der IWF den sofortigen Zugriff auf die neuen Mittel.

Seit Beginn des Jahres summieren sich die Auszahlungen an die Ukraine damit auf 2,2 Milliarden US-Dollar.

Das Hilfsprogramm des in Washington ansässigen Währungsfonds läuft über vier Jahre und sieht Finanzhilfen von insgesamt 8,1 Milliarden US-Dollar vor. (APA)

Reformen als Voraussetzung

Die Auszahlung ist an umfangreiche wirtschaftliche und strukturelle Reformen geknüpft. Nach Einschätzung des IWF setzt die ukrainische Regierung die vereinbarten Maßnahmen „im Großen und Ganzen zufriedenstellend“ um.

Der Fonds würdigte insbesondere, dass das Land trotz des russischen Angriffskrieges und eines schwierigen internationalen Wirtschaftsumfelds seine finanzielle und makroökonomische Stabilität weitgehend aufrechterhalten konnte.

Unterstützung trotz anhaltender Risiken

Nach Ansicht des IWF bleibt die wirtschaftliche Lage der Ukraine zwar von außergewöhnlich hohen Risiken geprägt. Dennoch bescheinigte die Organisation der Regierung in Kiew Fortschritte bei der Stabilisierung der Staatsfinanzen und der Umsetzung wichtiger Reformen.

Mit der nun freigegebenen Tranche erhält die Ukraine zusätzliche finanzielle Spielräume, um staatliche Aufgaben zu finanzieren und ihre Wirtschaft inmitten des Krieges weiter zu stützen.