Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das bereits äußerst radikal gewesen sei. Wie sich die Zahl genau zusammensetzt, ist noch nicht klar.
VW-Chef Oliver Blume hat dem Vorstand seine Pläne für das Sanierungskonzept vorgestellt. Ein zweiter Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.
Ein VW-Sprecher erklärte dazu, sein Unternehmen kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zugrunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. „Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen”, ergänzte er. Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern. In den vergangenen Monaten habe der Konzernvorstand intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. „Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.” Am 9. Juli soll der Aufsichtsrat über das Thema beraten.
Werkschließungen möglich
Wie die Pläne des Vorstands bei den Arbeitnehmervertretern und beim Land Niedersachsen ankommen, ist offen. Laut dem Bericht könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei geht es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Mit dem Auslauf der aktuell dort gefertigten Modelle würde die Produktion gestoppt werden.
Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu aufgestellt werden, heißt es in dem Bericht weiter. So sollen sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In dieser Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.
Scharfe Kritik von Gewerkschaft und Betriebsrat
Die Gewerkschaft IG Metall und der VW-Betriebsrat übten scharfe Kritik an den möglichen Plänen. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.
„Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zurecht“, heißt es in der Mitteilung. „Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen.”

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