Hinter den Maßnahmen steht die neue Eigentümerstruktur des Unternehmens. Nachdem der Handelskonzern Spar Hervis Anfang des Jahres verkauft hatte, übernahm die Wiener Quantum Investment Holding die Kontrolle über den Sporthändler.

Mit der Übernahme begann eine umfassende strategische Neuausrichtung. Bereits im Frühjahr trennte sich Hervis von seinen Aktivitäten in Deutschland, Kroatien und Slowenien und konzentriert sich seither ausschließlich auf das Kerngeschäft in Österreich. Nun folgt die nächste Phase der Restrukturierung.

Diese Standorte müssen schließen

Einige Filialen haben ihre Türen bereits geschlossen. Dazu zählen die Standorte im Salzburger SAM Outlet sowie in Baden.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Geschäfte folgen. Betroffen sind unter anderem Filialen in Wien, Bischofshofen, Hallein, Kitzbühel, Reutte, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels, Korneuburg und Linz-Lentia.

Für Verwirrung sorgten zunächst Meldungen über eine mögliche Schließung der Filiale in Feldkirchen. Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass es sich dabei um eine fehlerhafte Information gehandelt habe. Die Kärntner Standorte bleiben erhalten.

Rund 100 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz

Die Filialschließungen haben auch personelle Konsequenzen. Nach Angaben des Unternehmens sind österreichweit rund 100 Beschäftigte betroffen. Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft wurde jedoch ein Sozialplan ausgearbeitet, um die Auswirkungen für die Mitarbeiter abzufedern.

Zudem soll betroffenen Arbeitnehmern die Möglichkeit angeboten werden, an andere Standorte innerhalb des Unternehmens zu wechseln.

Schwieriges Marktumfeld setzt Sporthändler unter Druck

Die aktuellen Einschnitte kommen nicht überraschend. Hervis kämpft bereits seit mehreren Jahren mit einem herausfordernden Marktumfeld. Vor allem die Zunahme der Konsumzurückhaltung der heimsichen Kundschaft ist die Ursache.

Hinzu kommt die starke Konkurrenz internationaler Online-Händler, die den stationären Handel zunehmend unter Druck setzt.