Der Ausbildung und den Sprachkenntnissen sollte mehr Augenmerk geschenkt werden. Aber auch die Tarife sollten angepasst werden, so Resul Ekrem Gönültaş, Wiener Obmann der Fachgruppe Beförderungsgewerbe mit Pkw laut einer Aussendung. Der derzeitige Tarif werde durch Preisunterbietungen und Auslegungsspielräume systematisch ausgehöhlt.
Der Wiener Taxi-Tarif solle die Untergrenze sein. Die Innung befürchtet unfaire Wettbewerbsbedingungen und wirtschaftlichen Druck. Allerdings sollen die Taxi-Fahrer ebenfalls in die Pflicht genommen werden: Diese müssten das entsprechende Wissen sowie entsprechende Deutschkenntnisse aufweisen. Daher brauche es eine längere und praxisnähere Ausbildung sowie strengere Prüfungen.
Unredliche Kollegen, die dem Ruf der Branche schaden, sind Gönültaş ebenso ein Dorn im Auge: “Schwarze Schafe dürfen nicht länger den Ruf einer ganzen Branche beschädigen”, so der Wiener Branchenobmann. “Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit strengeren Kontrollen und spürbaren Konsequenzen rechnen.”
Keine unfaire Konkurrenz
Aber auch innerhalb der Berufsgruppe wünschen sich die Wiener Taxifahrer eine klare Abgrenzung: So sollen nur Wiener Taxis in Wien Fahrten übernehmen dürfen, Kollegen etwa mit Schwechater Kennzeichen soll das Geschäft in der Bundeshauptstadt untersagt werden. Die Begründung der Wiener: Nur so könne man sicherstellen, dass auch alle den Wiener Regeln, Qualitätsstandards und Kontrollen unterliegen.
Die Vermittler der Fahrten sollen stärker in die Verantwortung genommen werden, so eine weitere Forderung der Wiener Taxi-Fahrer. Nur wenn die Stadt häufiger Meldungen der Vermittler inklusive den Lenkerdaten erhalte, seien wirksame Kontrollen und ein konsequentes Vorgehen gegen schwarze Schafe möglich. Der Missbrauch bei Fahrer-Apps mit falschen Identitäten der Fahrer müsse ebenso verhindert werden.

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