Das Ergebnis ist eindeutig: Auf die Frage „Wie stehen Sie zur Atomkraft?” antworteten in einer YouTube-Umfrage des exxpress mit 707 Teilnehmern ganze 81 Prozent mit „Dafür”. Weitere 6 Prozent können sich Atomkraft zumindest als Übergangslösung vorstellen. Lediglich 13 Prozent lehnen sie grundsätzlich ab. Damit zeigt sich ein bemerkenswerter Gegensatz zur offiziellen Haltung Österreichs, das sich seit Jahrzehnten als atomkraftfreie Nation versteht und auch auf EU-Ebene immer wieder gegen Kernenergie auftritt.

Deutliche Mehrheit für Kernenergie
Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als vier von fünf Teilnehmern sehen in der Atomkraft eine sinnvolle Energiequelle. Rechnet man jene hinzu, die Kernenergie zumindest als Übergangslösung befürworten, sind es sogar 87 Prozent. Angesichts steigender Energiepreise, Diskussionen über Versorgungssicherheit und die Abhängigkeit von Energieimporten dürfte das Thema für viele an Attraktivität gewonnen haben.
Österreichs Sonderweg auf dem Prüfstand?
Österreich hat sich nach der Volksabstimmung von 1978, bei der das fertige Kernkraftwerk Zwentendorf nie in Betrieb ging, klar gegen die Atomkraft positioniert. Während andere europäische Länder – allen voran Frankreich – verstärkt auf Kernenergie setzen, hält Österreich an seinem Anti-Atom-Kurs fest. Die aktuelle Umfrage legt jedoch nahe, dass zumindest unter den exxpress-Lesern die Skepsis gegenüber der Kernkraft deutlich geringer ausfällt als in der politischen Debatte oft dargestellt.

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