Über Jahre hinweg konnte Lindt Preissteigerungen weitgehend ohne größere Einbußen durchsetzen. Doch diesmal zeigte sich ein anderes Bild: Vor allem in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und Österreich reagierten Konsumenten deutlich zurückhaltender. Die Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück.
Um gegenzusteuern, plant der Schokoladenhersteller nun gezielte Preissenkungen in besonders betroffenen Märkten. Ziel ist es, verlorene Käufer zurückzugewinnen und den Absatz wieder anzukurbeln, berichtet die Heute.
Kleinere Packungen für mehr Kaufanreize
Neben niedrigeren Preisen setzt Lindt auch auf kleinere Verpackungseinheiten. Besonders bei den beliebten Lindor-Produkten sollen künftig zusätzliche Größen wie 100- oder 137-Gramm-Packungen sowie eine 337-Gramm-Variante angeboten werden.
Mit dieser Strategie soll der Einstiegspreis sinken, während der Preis pro Kilogramm weitgehend unverändert bleibt. So möchte das Unternehmen preisbewusste Kunden wieder stärker ansprechen.
Im ersten Halbjahr 2026 erhöhte Lindt seine Preise konzernweit um durchschnittlich 11,8 Prozent. Dadurch stieg der Umsatz zwar um 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Schweizer Franken.
Gleichzeitig gingen jedoch die Verkaufszahlen deutlich zurück: Die verkaufte Menge sank um 7,5 Prozent – ein klares Signal dafür, dass viele Verbraucher bei den hohen Preisen auf den Schokoladenkauf verzichteten.
Hoffnung auf Trendwende
Lindt-Chef Adalbert Lechner zeigt sich dennoch optimistisch. Die Kombination aus gezielten Preiskorrekturen, kleineren Verpackungen, verstärktem Marketing und engerer Zusammenarbeit mit dem Handel soll den Absatz in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren.
Für 2027 erwartet das Unternehmen wieder deutliches Wachstum und hofft, dass die süße Erfolgsgeschichte trotz der schwierigen Marktbedingungen fortgesetzt werden kann.

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