Zusätzlich musste der Möbelkonzern erhebliche Nebenkosten stemmen. Für die Grunderwerbssteuer wurden weitere 966.000 Euro fällig. Hinzu kamen 303.600 Euro für die Eintragung ins Grundbuch. Insgesamt flossen somit knapp 1,27 Millionen Euro allein an Gebühren und Steuern in die Staatskasse.

Insgesamt plant IKEA Investitionen von rund 65 Millionen Euro für den neuen Standort in Dornbirn. Das alte kika-Areal, wird nur ein Teil des neuen Standorts bilden. IKEA setzt auf eine Fläche von insgesamt knapp 15.000 Quadratmetern.

kika-Flächen werden in ganz Österreich neu verteilt

Der Ankauf in Dornbirn steht exemplarisch für die tiefgreifenden Veränderungen im österreichischen Möbelhandel nach dem Zusammenbruch von kika/Leiner. Zahlreiche ehemalige Standorte werden inzwischen von anderen Konzernen übernommen oder neu entwickelt.

Bereits 2024 hatte Möbelriese XXXLutz elf jener Filialen übernommen, die bereits Ende Juli 2023, im Zuge der ersten Insolvenz, geschlossen worden waren. Für das Unternehmen gelten die Objekte vor allem als langfristige Immobilieninvestments.

Auch andere Investoren sicherten sich große Teile des kika/Leiner-Portfolios. So verkaufte die Signa-Gruppe im Jahr 2023 insgesamt 37 Immobilien an den Grazer Immobilienentwickler Supernova. Weitere drei Standorte gingen an Gesellschaften der Hallmann-Gruppe.

Viele ehemalige kika-Standorte noch ohne Zukunft

Während einige Immobilien inzwischen neue Eigentümer gefunden haben, bleibt die Zukunft vieler Flächen weiterhin offen. Nach Unternehmensangaben konnte Supernova bislang 22 der einst übernommenen kika/Leiner-Immobilien weiterverkaufen. Andere Standorte sollen selbst entwickelt oder künftig noch veräußert werden.