Insolvenzverfahren eröffnet

Der Eliog-Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Meiningen eingereicht und inzwischen genehmigt. Betroffen sind insgesamt 74 Beschäftigte, deren Löhne und Gehälter zunächst bis einschließlich Juni über das Insolvenzgeld abgesichert sind. Der Geschäftsbetrieb läuft laut Unternehmen derzeit weiter.

Kunden verschieben Aufträge

Als Hauptursache für die Insolvenz nennt die Unternehmensführung die schwache Auftragslage. Viele Kunden hätten Investitionen reduziert oder bereits geplante Projekte ins kommende Jahr verschoben.

Sanierungsgeschäftsführer Stefan G. Mairiedl erklärte, dass das Unternehmen fällige Verbindlichkeiten absehbar nicht mehr vollständig und termingerecht begleichen könne. Gemeinsam mit dem vorläufigen Sachwalter prüfe man nun verschiedene Optionen zur Stabilisierung des Betriebs.

Das Ziel der laufenden Sanierung besteht darin, die Substanz des Unternehmens möglichst zu erhalten und einen Investor für den Maschinenbauer zu finden.

Maschinenbau gerät immer stärker unter Druck

Der Fall Eliog steht am Ende nicht isoliert da, sondern ist symbolträchtig für die zunehmend angespannte Lage vieler deutscher Maschinen- und Anlagenbauer.

Die Branche kämpft seit Monaten mit einer Kombination aus hohen Energiekosten, steigenden Löhnen, schwacher Industriekonjunktur und damit einhergehend eben auch Investitionszurückhaltung der Kunden.

Tausende Industriearbeitsplätze verschwinden

Wie ernst die Lage inzwischen in der deutschen Industrie ist, zeigen auch aktuelle Zahlen der Beratungsgesellschaft EY. Demnach gingen allein im vergangenen Jahr rund 120.000 Industriearbeitsplätze in Deutschland verloren.