In den beiden Bundesländern steht bereits mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen vor einer Übergabe. Die klassische Weitergabe des Familienbetriebs an die nächste Generation verliert dabei zunehmend an Bedeutung. Stattdessen planen 40 Prozent der Unternehmen eine familienexterne Lösung – etwa durch die Übernahme durch das eigene Management oder den Verkauf an Investoren. Kommt es doch zu einer Übergabe innerhalb der Familie, fließt in 80 Prozent der Fälle kein Kaufpreis.

Es geht um rund 690.000 Arbeitsplätze

Die Zahlen würden laut Krone zeigen, welche Dimension das Thema hat: Nach Prognosen der KMU Forschung Austria und der Wirtschaftskammer werden bis 2029 rund 51.000 Betriebe einen Nachfolger benötigen. Davon hängen rund 690.000 Arbeitsplätze ab.

Gescheiterte Betriebsübergaben ziehen Folgen nach sich

Creditreform warnt deshalb vor den Folgen gescheiterter Betriebsübergaben. Jede misslungene Nachfolge gefährde nicht nur den Fortbestand eines Unternehmens, sondern koste auch Arbeitsplätze, Know-how und regionale Wertschöpfung. Viele Unternehmer würden zudem den Zeitaufwand unterschätzen und sich erst kurz vor dem geplanten Ausstieg mit der Nachfolge beschäftigen – dann seien die Handlungsmöglichkeiten oft bereits stark eingeschränkt.

Unternehmensübernahmen dürften anziehen - theoretisch

Ein kleiner Lichtblick: Das Interesse an Firmenübernahmen steigt. 34 Prozent der befragten Unternehmen können sich vorstellen, selbst einen anderen Betrieb zu übernehmen. Experten erwarten deshalb, dass der Markt für Unternehmensübernahmen in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen wird.