Eine 18-jährige Frau aus dem Bezirk Wolfsberg ist Opfer einer professionell organisierten Online-Betrugsmasche geworden. Zwischen Mitte Mai und Anfang Juli hielten die Täter regelmäßig Kontakt mit der jungen Kärntnerin und überzeugten sie davon, durch einen angeblichen Internetjob Geld verdienen zu können.
Im Rahmen der vermeintlichen Tätigkeit wurde die Frau wiederholt aufgefordert, Geldbeträge auf verschiedene ausländische Bankkonten zu überweisen. Die Betrüger versprachen, sämtliche Einzahlungen würden gemeinsam mit attraktiven Provisionen auf einem digitalen Benutzerkonto gutgeschrieben werden.
Immer neue Einzahlungen gefordert
Nachdem die ersten Überweisungen erfolgt waren, erhöhten die Täter den Druck. Unter verschiedenen Vorwänden wurde die 18-Jährige dazu gebracht, immer höhere Beträge nachzuschießen. Gleichzeitig versicherten die Betrüger, dass sämtliche Einzahlungen nach Abschluss der Vorgänge inklusive der versprochenen Gewinne problemlos ausgezahlt würden.
Auf einer App wurde ihr ein angeblich wachsendes Guthaben angezeigt. Tatsächlich handelte es sich nach bisherigen Erkenntnissen jedoch um eine manipulierte beziehungsweise gefälschte Plattform.
Auszahlung blieb aus
Erst als die junge Frau versuchte, auf das angezeigte Guthaben zuzugreifen und keinerlei Auszahlung erhielt, schöpfte sie Verdacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits mehrere tausend Euro auf ausländische Konten überwiesen.
Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen zu den bislang unbekannten Tätern laufen.
Ähnlicher Betrugsfall ereignete sich wenige Wochen zuvor
Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall. Gerade in Kärnten registrieren die Behörden seit Monaten eine zunehmende Zahl ähnlicher Internetbetrügereien.
Erst Anfang Juni wurde eine 25-jährige Frau aus dem Bezirk St. Veit an der Glan Opfer einer ähnlichen Masche. Auch sie war über soziale Medien auf ein vermeintliches Heimarbeitsangebot aufmerksam geworden.
Nach der Registrierung auf einer Online-Plattform erhielt sie zunächst kleinere Aufgaben, für deren Erledigung angebliche Provisionen auf einem virtuellen Benutzerkonto verbucht wurden. Anschließend überzeugten die Täter ihr Opfer davon, Geld in vermeintlich lukrative virtuelle Produkte zu investieren.
Nachdem die Frau bereits erhebliche Geldbeträge überwiesen hatte, meldeten sich die Betrüger erneut. Diesmal erklärten sie, ein angeblicher Systemfehler verhindere die Auszahlung des Guthabens. Um das Problem zu beheben und die Freigabe der Gewinne zu ermöglichen, müsse sie weitere Überweisungen leisten.
Erst als auch danach keine Auszahlung erfolgte und immer neue Forderungen gestellt wurden, erkannte die Frau den Betrug. Der entstandene Schaden belief sich auf einen fünfstelligen Betrag.

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