Neben Österreich verzeichneten auch Finnland, Deutschland, Portugal und Frankreich einen Rückgang beim Vermögen der Haushalte. Kein anderes Land im Vergleich schnitt jedoch so schwach ab wie Österreich.

An der Spitze der Entwicklung lagen dagegen Polen sowie die USA und Australien, die die höchsten Zuwächse beim privaten Nettovermögen verbuchten, wie Selektiv berichtet.

Immobilienwerte als Hauptbelastung

Als wichtigste Ursache für den Rückgang nennt der Report den anhaltenden Wertverlust bei Immobilien. Gerade in Europa machen Immobilien den größten Teil des Haushaltsvermögens aus – entsprechend stark wirkt sich eine Schwäche am Wohnungs- und Häusermarkt auf die Vermögensbilanz aus.

Damit zeigt sich erneut, wie eng die Entwicklung des Privatvermögens mit den Immobilienpreisen verknüpft ist. Sinkende Werte bei Häusern und Wohnungen schlagen unmittelbar auf das Nettovermögen der Haushalte durch.

Zusätzlich wurde der Rückgang in der Dollar-Statistik durch den im Jahr 2025 gegenüber dem US-Dollar erstarkten Euro etwas abgefedert. In heimischer Währung fiel das Minus daher real sogar noch deutlicher aus.

Für Österreich bedeutet das: Trotz der rechnerischen Dämpfung durch den Wechselkurs war die Entwicklung der Privatvermögen im internationalen Vergleich besonders schwach.