Mit der neuen EU-Cyberrichtlinie wächst der Druck auf Österreichs Unternehmen massiv. Viele Betriebe hinken bei der Umsetzung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen hinterher – obwohl die neuen Regeln bereits ab Oktober gelten. Laut einer KSV-Umfrage könnte die verschärfte Nachweispflicht für manche Firmen sogar zum wirtschaftlichen Problem werden.
Säumigkeit bei Umsetzung könnte Umsätze belasten
Laut KSV können fehlende Nachweise Umsatzeinbußen zur Folge haben, da dann der gesetzliche Rahmen für Geschäftsbeziehungen zwischen Betrieb und Lieferant nicht mehr vollständig gegeben ist. „Angesichts der zahlreichen aktuellen Risiken ist es unverständlich, dass viele Betriebe an der Umsetzung scheitern und damit ihre wirtschaftliche Stabilität aufs Spiel setzen”, sagte KSV-CEO Ricardo-José Vybiral in einer Aussendung vom Montag. „Gerade dort, wo es die Unternehmen selbst in der Hand haben, Risiken zu senken, sollten sie anpacken und nicht zögern.“
Zur Unterstützung jener Unternehmen, die ihre Pläne noch nicht umgesetzt haben, bietet der KSV über seine Tochter Nimbusec ein Cyberrisiko-Rating an. Das Rating bewertet anhand von 25 Fragen die Cyberrisiken von Dienstleistern, Lieferanten und Dritten.
Die Umfrage unter den rund 1.100 Unternehmen hat der KSV gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Marketagent im März 2026 durchgeführt.

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