Opel-Chef Florian Huettl bestätigte in Rüsselsheim, dass das nächste Elektromodell gemeinsam mit Leapmotor entwickelt wird. Der chinesische Hersteller, der erst 2015 gegründet wurde, gehört ebenso wie Opel zum Stellantis-Konzern.

Die Arbeiten am neuen SUV laufen bereits. Nach aktuellem Stand könnte das Fahrzeug im Sommer 2028 in Produktion gehen. Stellantis verspricht sich von der Zusammenarbeit vor allem schnellere Entwicklungszeiten und niedrigere Kosten.

Chinesischer Elektro-SUV dürfte als Grundlage dienen

Vieles deutet darauf hin, dass der Leapmotor B10 als technische Basis für das neue Opel-Modell dient. Bereits Ende 2025 wurde bekannt, dass Stellantis intern prüft, den chinesischen Elektro-SUV unter einer europäischen Konzernmarke anzubieten. Schon damals galt Opel als wahrscheinlichster Kandidat.

Der Leapmotor B10 ist inzwischen auch in Teilen Europas erhältlich. Mit einer Länge von 4,52 Metern positioniert sich das Fahrzeug zwischen Opel Frontera und Grandland. Die maximale Ladeleistung des SUVSs liegt bei 168 kW. Mit dem größeren Akku soll laut WLTP eine Reichweite von 434 Kilometern möglich sein. Der Einstiegspreis in Österreich liegt aktuell bei 28.490 Euro.

Entwicklung künftig zwischen China und Europa aufgeteilt

Auch weitere zentrale Kernbereiche des neuen Opel-Fahrzeugs sollen in China entwickelt werden. Dazu gehören laut Opel die komplette Elektroarchitektur, die Softwareplattform, der Antrieb sowie die Batterietechnik. Die Entwickler in Rüsselsheim übernehmen dagegen vor allem klassische Fahrzeugabstimmungen wie Lenkung, Sitze oder Lichtsysteme.

Final produziert werden soll der neue SUV aber schließlich im spanischen Saragossa. Dort läuft bereits seit vielen Jahren unter anderem die Fertigung des Opel Corsa.