Die Pensionen werden 2027 und 2028 nicht im vollen Umfang mit der Inflation von 3,3 Prozent angehoben – so spart die Regierung 550 Millionen Euro auf Kosten der Senioren. Nur Mindestpensionisten mit 1.308 Euro im Monat bekommen die volle Inflationsabgeltung. Alle anderen müssen Abstriche hinnehmen: Pensionen bis 6.930 Euro werden nur um 2,95 Prozent angehoben, noch höhere Pensionen erhalten einen fixen Aufschlag von 204,44 Euro.

Pensionistenverbände protestieren scharf – Fiskalratchef Christoph Badelt hingegen zeigt Verständnis: Pensionen und Beamtenpensionen machen ein Viertel aller Bundesausgaben aus. Wer sparen wolle, komme um diesen Brocken kaum herum. Der Standard berichtete.

Untere Mittelschicht zahlt am meisten

Eine Analyse des gewerkschaftsnahen Momentum-Instituts zeigt, wie sich die Maßnahmen verteilen. Im Mittel kosten die Sparmaßnahmen bei Pensionen, Arbeitsmarkt und Sozialleistungen pro Haushalt 307 Euro im Jahr.

Besonders hart trifft es also das zweitärmste Einkommenszehntel – es verliert gemessen am verfügbaren Einkommen rund ein Prozent. Die unteren Mittelschicht trägt damit die größte Last.

2,4 Milliarden für Pensionserhöhung

Trotz aller Einsparungen wird der Staat im Jahr 2027 immerhin 2,4 Milliarden Euro in die Pensionserhöhung investieren. Ob das einen fairen Ausgleich darstellt, ist fraglich – fest steht jedenfalls, dass es sich nicht um eine volle Inflationsabgeltung für alle Pensionisten handelt.