Die im Fall ermittelnde Carabinieri befragen Fachleute der Netzgesellschaft Terna, die die Beschädigung des Strommasts am 25. März gemeldet haben. Sie wollen die Ursachen der Unterbrechung im Stromnetz infolge der Beschädigung durch Unbekannte klären, verlautete es aus Ermittlerkreisen.

Eine TAL-Sprecherin bestritt gegenüber der APA, dass es sich um eine Sabotage direkt an der Ölpipeline handle. Der Schaden betreffe einen Strommast von Terna, der auch die TAL-Pipeline versorge. Über den finanziellen Schaden, der wegen der Unterbrechung der Ölversorgung entstanden sei, wollte TAL keine Auskunft geben.

"Ohne Pipeline in Österreich kein Öl"

Die OMV in Schwechat bezieht ihr Öl fast zur Gänze über diese Pipeline, sagte Ölmarktexperte Johannes Benigni von der Energieberatungsfirma JBC Vienna dem Ö1-Morgenjournal. “Diese Versorgung ist essenziell, weil ohne diese Pipeline haben wir in Österreich quasi kein Öl, außer das, was wir selber fördern.”

Aus dem österreichischen Innenministerium hieß es auf Anfrage der APA, es gebe, wie in derartigen Fällen üblich, einen engen Austausch zwischen den österreichischen und italienischen Sicherheitsbehörden. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) arbeitet, als verantwortliche Stelle für den Schutz kritischer Infrastrukturen im Innenministerium, eng mit Betreibern zusammen. Sie berät zu physischen, organisatorischen und hybriden Bedrohungen.