Playmobil zählt zu den ikonischsten Spielzeugen der Welt. Sowohl für Mädchen als auch für Buben gehörte es über Jahrzehnte zu den beliebtesten Spielsachen – egal, ob Abenteuer in der Ritterburg, auf einer Pirateninsel oder im Prinzessinnenschloss erlebt wurden: Playmobil war für viele ein fixer Bestandteil der Kindheit.

Doch nun sieht es düster aus für den Hersteller: Das Unternehmen schließt Ende Juni sein letztes Werk im deutschen Dietenhofen. Künftig wird nur noch in Tschechien und Malta produziert.

Offiziell nennt Playmobil hohe Energie- und Lohnkosten als Grund für die Entscheidung. Experten sehen die Krise jedoch deutlich tiefer. Seit 2021 sind die Umsätze dramatisch eingebrochen – von 757 Millionen auf nur noch 490 Millionen Euro.

Streitigkeiten und Führungschaos

Als Beginn des Niedergangs gilt für viele bereits der Tod von Firmenpatriarch Horst Brandstätter im Jahr 2015. Danach versank das Unternehmen in internen Streitigkeiten und Führungschaos. Acht Geschäftsführer in weniger als zehn Jahren sorgten laut Experten für massive strategische Probleme.

Junge Generation geht verloren

Besonders fatal: Während Konkurrent Lego mit „Star Wars“, „Harry Potter“ und Marvel Milliarden verdiente, hielt Playmobil lange an klassischen Figuren ohne große Lizenzmarken fest. Der Anschluss an die junge Generation ging dadurch verloren.

Lizenzen wie Disney oder Barbie sollen nun die Trendwende bringen und das Unternehmen retten – doch aktuell sieht es für Playmobil weiter düster aus.