Das Unternehmen vertrieb exklusive Käsesorten und Spezialitäten. Ludomirska war Geschäftsführer.

Konkret wurden von der “Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH” und deren 100-prozentiger Tochter MRL Crazy Chese Manufacture W GmbH selbst Konkursverfahren beim Landesgericht Graz beantragt. Firmensitz ist Hart bei Graz. Die einzelnen Geschäfte, etwa in der SCS bei Wien oder in der Plus City bei Linz, waren laut KSV allesamt jeweils juristisch gesonderte Einheiten.

Trash-TV-Auftritte

Auf Facebook hat die Firma gut 74.000 sogenannte Follower. Ludomirska trat mitunter auch im Trash-TV auf und inszenierte sich als Luxus-Unternehmer. “Crazy-Cheese”-Dienstnehmer gibt es unterdessen keine mehr, geht aus der KSV-Information hervor. Die Aktiva betragen 32.000 Euro, die Passiva 358.000 Euro, summiert man die Werte der Holding und ihrer Tochter. Es gibt insgesamt gut 30 Gläubiger.

Die wesentliche Ursache der aktuellen Situation liegt laut Konkursantrag dem KSV zufolge in wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Im Jahr 2020 wurde die Entscheidung getroffen, sieben neue Standorte zu eröffnen. Zu diesem Zeitpunkt seien die folgenden Lockdowns noch nicht vorhersehbar gewesen. Damit verbundene Betriebsschließungen und Umsatzrückgänge belasteten finanziell. Trotz Einsparmaßnahmen und Stundungen hätten die Kosten nicht gedeckt werden können.

Auch persönliche Übernahme von Verbindlichkeiten

Sanierungsmaßnahmen, wie etwa getroffenen Zahlungsvereinbarungen mit finanzierenden Stellen und wesentlichen Gläubigern, sowie die persönliche Übernahme der Verbindlichkeiten aller Gesellschaften, seien eingeleitet worden, um den Fortbestand zu sichern. Doch ab dem heurigen Jahr sei es zu einem neuerlichen Umsatzrückgang gekommen – dieser sei einem Rückgang der Kaufkraft geschuldet gewesen. Somit seien die Sanierungsbemühungen gescheitert.