Die steigenden Energiepreise treiben die Inflation weiter an – und machen sich zunehmend auch im Großhandel bemerkbar. Laut aktuellen Daten der Statistik Austria verteuerten sich im März vor allem Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze um 12,6 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind die massiv gestiegenen Treibstoffkosten. Diesel und Benzin legten zuletzt deutlich zu, während sich Mineralölerzeugnisse im Großhandel sogar um mehr als ein Drittel verteuerten. Diese Kosten wirken sich entlang der gesamten Lieferkette aus – bis hin zu Lebensmitteln.

Neben Genussmitteln wurden auch andere Warengruppen deutlich teurer, darunter Uhren und Schmuck, IT-Geräte sowie Metalle und Holzprodukte. Gleichzeitig gab es jedoch auch Preisrückgänge, etwa bei Getreide, Futtermitteln und Leder.

Ölmarkt als zentraler Faktor

Als zentraler Faktor gilt die Entwicklung am Ölmarkt: Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Brent-Ölpreis um mehr als 50 Prozent gestiegen. Das erhöht nicht nur Transport- und Produktionskosten, sondern treibt weltweit die Lebensmittelpreise an.

Experten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten verstärkt auch im Supermarktregal bemerkbar machen wird.