Bei einer Präsentation erläuterten Musk und SpaceX-Ingenieur Ian Dahl nun erstmals detaillierter, wie ein orbitales Rechenzentrum funktionieren könnte.
Geplant ist ein Verbund spezialisierter Satelliten, die als eigenständige Rechenknoten im All arbeiten. Anstatt auf Stromnetze und Kühlsysteme auf der Erde angewiesen zu sein, sollen die Systeme direkt von Sonnenenergie versorgt werden.
Gleichzeitig würde die Abwärme der Hochleistungscomputer nicht über aufwendige Kühlanlagen abgeführt werden müssen. Stattdessen könnte die Wärme direkt in den Weltraum abgestrahlt werden. Nach Ansicht von SpaceX ließe sich damit eines der größten Probleme moderner KI-Infrastruktur entschärfen: der enorme Energieverbrauch.
Der Zeitpunkt der Präsentation kommt nicht zufällig. In den kommenden Tagen wird sich der mit Spannung erwartete Börsengang von SpaceX abspielen, der das Unternehmen auf eine Bewertung von rund 1,8 Billionen Dollar heben könnte.
Erste Satelliten sollen bereits beachtliche Leistung liefern
Nach den vorgestellten Plänen soll die erste Generation der KI-Satelliten eine Spitzenleistung von rund 150 Kilowatt erreichen. Die dauerhaft verfügbare Rechenleistung wird mit etwa 120 Kilowatt angegeben.
Damit würde ein einzelner Satellit in etwa die Leistungsaufnahme eines modernen NVIDIA-GB300-Serverracks erreichen, das für anspruchsvolle KI-Anwendungen entwickelt wurde.
Google beobachtet die Pläne mit Interesse
Die Vision orbitaler Rechenzentren stößt offenbar bereits auf Interesse innerhalb der Technologiebranche.
Nach Informationen des Wall Street Journal sollen hinter verschlossenen Türen Gespräche zwischen Google und SpaceX stattfinden. Dabei geht es Berichten zufolge um eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich weltraumgestützter Rechenkapazitäten. Offizielle Details wurden bislang nicht bekanntgegeben.

Kommentare
Lädt Kommentare...