Bisher war die Telefonnummer untrennbar mit jedem WhatsApp-Chat verbunden. Wer mit einer fremden Person – etwa nach einem Konzert, auf einer Veranstaltung oder in einer Gruppe – Kontakt aufnehmen wollte, musste zwangsläufig seine private Nummer teilen. Das soll sich nun ändern.
Nutzer können selbst entscheiden
Stattdessen können Nutzer künftig einen frei wählbaren Benutzernamen anlegen. Neue Chats lassen sich dann ausschließlich über diesen Namen starten, ohne dass die Handynummer sichtbar wird. Laut WhatsApp soll damit vor allem der Datenschutz deutlich verbessert werden. Die Nutzer entscheiden künftig selbst, wer ihre Telefonnummer überhaupt sehen darf. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin und Head of Product bei WhatsApp, begründete die Neuerung in einem Pressebriefing so: „Wenn man jemand Neuen trifft, sei es ein Klassenkamerad, ein Nachbar oder jemand, den man bei einem Event kennengelernt hat, kann das Teilen der eigenen Telefonnummer wie ein großer Schritt wirken.“
Großer Ansturm erwartet
Für die Einführung rechnet der Meta-Konzern mit einem regelrechten Ansturm. Deshalb startet die Reservierung der Benutzernamen weltweit gleichzeitig. Erlaubt sind Namen mit drei bis 35 Zeichen. Ein öffentliches Verzeichnis wird es allerdings nicht geben – wer jemanden kontaktieren möchte, muss dessen Benutzernamen genau kennen.
Nummer bleibt schon noch - unter anderem für die Registrierung
Ganz verschwindet die Telefonnummer laut oe24.at aber nicht: Für die Registrierung eines WhatsApp-Kontos bleibt sie weiterhin notwendig. Ist die Nummer bei einem Kontakt bereits im Telefonbuch gespeichert, wird sie auch künftig angezeigt.
Zeichen gegenüber Telegram
Mit der Neuerung schließt WhatsApp eine Lücke zu seinen größten Konkurrenten. Telegram bietet Benutzernamen bereits seit Jahren an, auch Signal und Wire setzen schon länger auf dieses System. Für Millionen WhatsApp-Nutzer bedeutet das vor allem eines: mehr Privatsphäre und deutlich mehr Kontrolle über die eigenen persönlichen Daten.

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