Mit einer europaweiten Unterschriftenaktion wollte Capri-Sun politischen Druck aufbauen, das EU-Verbot für Einwegplastik aushebeln, und eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von Plastikstrohhalmen erreichen. Das erklärte Ziel war ambitioniert: Eine Million Unterstützer sollten für die Rückkehr des Kunststoffhalms gewonnen werden.
Das Vorhaben scheiterte jedoch eindeutig. Nach Unternehmensangaben kamen weniger als 170.000 Unterschriften zusammen. Die notwendige Resonanz blieb folgich aus.
Unternehmenschef kritisiert eigene Kampagne
Für Hans-Peter Wild, den Präsident des Verwaltungsrates von Capri-Sun ist das allerdings kein Grund, die Forderung aufzugeben.
Im Gegenteil: Die Aktion sei aus seiner Sicht handwerklich schlecht umgesetzt worden. Inhaltlich halte er die Kritik an den Papierhalmen jedoch weiterhin für berechtigt. Die Verpflichtung zu Papierstrohhalmen sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar und führe in der Praxis zu Problemen für Verbraucher.
Beschwerden über Papierhalme reißen nicht ab
Seit der Umstellung im Zuge der europäischen Einwegplastik-Regelungen sieht sich das Unternehmen nach eigenen Angaben regelmäßig mit Kundenbeschwerden konfrontiert.
Viele Konsumenten bemängeln demnach, dass sich die Papierhalme schwerer durch die Verpackung stechen lassen. Zudem würden sie während des Trinkens aufweichen und teilweise den Geschmack des Getränks negativ beeinflussen.

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