Urlaub gehört für viele Menschen zu den wichtigsten Auszeiten des Jahres. Doch für einen erheblichen Teil der Bevölkerung bleibt die Reise in die Berge oder ans Meer ein unerfüllbarer Wunsch.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lebten im Jahr 2025 rund 17,3 Millionen Menschen in Haushalten, die sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise finanzieren konnten. Das entspricht 21 Prozent der Bevölkerung – und damit etwa jedem fünften Einwohner Deutschlands.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation kaum verbessert. Die Zahl der Betroffenen bleibt auf einem hohen Niveau.
Geringe Einkommen besonders stark betroffen
Wie stark die Möglichkeit zu verreisen vom Einkommen abhängt, zeigen die Detaildaten der Statistik.
Besonders schwierig ist die Situation für Menschen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von höchstens rund 1.600 Euro. In dieser Einkommensgruppe konnte sich nahezu jeder Zweite – insgesamt 48 Prozent – keinen einwöchigen Urlaub leisten.
Aber auch Haushalte mit etwas höheren Einkommen geraten zunehmend unter Druck. In der Einkommensgruppe zwischen rund 1.600 und 2.100 Euro netto gab noch immer mehr als jeder Vierte an, auf eine Urlaubsreise verzichten zu müssen. Erst in höheren Einkommensklassen sinkt der Anteil deutlich.
Alleinerziehende und Singles trifft es besonders hart
Neben dem Einkommen spielt auch die Haushaltsform eine entscheidende Rolle. Besonders häufig müssen Alleinerziehende ihre Urlaubspläne aufgeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes können sich 39 Prozent dieser Haushalte keine einwöchige Reise leisten.
Auch Alleinlebende sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Hier gab knapp jeder Dritte – insgesamt 29 Prozent – an, keinen Urlaub finanzieren zu können.
Deutlich besser stellt sich die Situation bei Paarhaushalten dar. Unter Haushalten mit zwei Erwachsenen ohne Kinder konnten sich 16 Prozent keine Reise leisten, bei Familien mit Kindern lag der Anteil bei 18 Prozent.

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