Nach aktuellen Planungen möchte SpaceX beim Börsengang rund 75 Milliarden US-Dollar einsammeln. Allein diese Summe würde den Rekord für den größten IPO der Geschichte deutlich übertreffen.
Mit einer geschätzten Gesamtbewertung von 1,75 Billionen Dollar würde das Unternehmen sofort zu den Top-Schwergewichten der Wall Street zählen. Nur wenige börsennotierte Konzerne erreichen derzeit eine vergleichbare Größenordnung.
Indexanbieter stehen vor einem Dilemma
Besonders herausfordernd ist die Situation für Anbieter großer Aktienindizes.
Indizes wie der S&P 500, der Nasdaq-100 oder andere marktgewichtete Börsenbarometer sollen den amerikanischen Aktienmarkt möglichst präzise abbilden. Fehlt ein Unternehmen von der Größenordnung eines SpaceX, entsteht zwangsläufig eine Lücke in der Marktabdeckung.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie schnell ein frisch börsennotiertes Unternehmen tatsächlich aufgenommen werden sollte.
In der Vergangenheit mussten neue Börsenkandidaten häufig zunächst eine gewisse Zeit am Markt bestehen, bevor sie in wichtige Indizes aufgenommen wurden. Diese sogenannte „Bewährungsphase“ führte jedoch dazu, dass Anleger in Indexfonds oftmals erhebliche Kursanstiege verpassten.
Nasdaq reagiert auf die neue Realität
Angesichts der bevorstehenden Börsengänge von SpaceX sowie weiterer KI-Schwergewichte wie OpenAI und Anthropic haben mehrere Indexanbieter ihre Regelwerke inzwischen angepasst.
Die Nasdaq führte jüngst einen sogenannten Fast-Entry-Mechanismus ein. Dieser ermöglicht besonders großen Neuemissionen einen deutlich schnelleren Weg in den Nasdaq-100.
Unternehmen, die unmittelbar nach ihrem Börsendebüt zu den 40 größten Mitgliedern des Index zählen würden, können bereits am siebten Handelstag für eine Aufnahme berücksichtigt werden.

Kommentare
Lädt Kommentare...