Österreich muss sparen — das Defizit soll bis 2028 auf rund drei Prozent der Wirtschaftsleistung sinken, um aus dem laufenden EU-Defizitverfahren herauszukommen. Das Doppelbudget sieht dafür Einsparungen und Mehreinnahmen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro vor, weitere 2,6 Milliarden Euro sollen in Bereiche wie Bildung, Pflege und Arbeitsmarkt umgeschichtet werden.
Lohnnebenkosten sinken — aber nicht für alle
Ab 2028 soll der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,7 auf 2,7 Prozent sinken. Für Arbeitgeber klingt das zunächst nach Erleichterung. Der Haken: Für Mitarbeiter über 60 Jahre müssen Unternehmen künftig wieder FLAF-Beiträge abführen, für Mitarbeiter über 63 Jahre zusätzlich Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Ein Teil der Entlastung wird damit sofort wieder kassiert.
Höhere Steuer für Gewinne über einer Million Euro
Erstmals soll eine progressive Körperschaftsteuer eingeführt werden. Der reguläre Satz von 23 Prozent bleibt für Gewinne bis zu einer Million Euro bestehen — darüber werden künftig 24 Prozent fällig. Die Mindestkörperschaftsteuer von 500 Euro bleibt unverändert.
E-Dienstwagen und Bankenabgabe: Weitere Belastungen
Die 0-Prozent-Regelung beim Sachbezug für Elektro-Dienstwagen wird nun abgeschafft — auch Fahrzeuge ohne CO2-Ausstoß sind dann voll zu versteuern.
Zusätzlich wird die Bankenabgabe verlängert, was Geldinstitute direkt trifft; Experten warnen allerdings, dass höhere Kosten langfristig über Gebühren oder Kreditzinsen an Kunden weitergegeben werden könnten.

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