Pünktlich um 12 Uhr sind die Spritpreise an vielen österreichischen Tankstellen deutlich nach oben geschnellt. Sowohl Diesel als auch Super wurden um bis zu zwölf Cent pro Liter teurer. Für Autofahrer bedeutet das spürbare Mehrkosten: Wer 50 Liter tankt, zahlt nun rund 5,50 bis 6 Euro mehr als noch unmittelbar vor der Mittagsstunde.
Nach Einschätzung des ÖAMTC ist der starke Preisanstieg allerdings nur teilweise nachvollziehbar, berichtete die Heute. Verkehrsexperte Dominik Graf verweist im Gespräch mit der Tageszeitung auf zwei Faktoren, die derzeit auf die Preise wirken. Einerseits steige mit Beginn der Ferienzeit traditionell die Nachfrage nach Treibstoff, was häufig höhere Preise nach sich ziehe. Andererseits habe der Ölpreis der Nordseesorte Brent zuletzt zwischenzeitlich deutlich angezogen.
Erhöhung sei Überzogen
Den jüngsten Sprung an den Zapfsäulen hält der Mobilitätsclub dennoch für überzogen. Der Brent-Ölpreis sei nach den jüngsten Ausschlägen inzwischen wieder auf ein Niveau zurückgekehrt, das etwa jenem vor der Eskalation im Nahen Osten entspreche. Die heimischen Spritpreise hätten diese Entwicklung bislang jedoch nicht widergespiegelt.
Weitere Aufschläge drohen
Sollte sich die Lage im Nahen Osten erneut verschärfen und der Ölpreis weiter steigen, könnten laut ÖAMTC in den kommenden Tagen weitere Preisaufschläge folgen.
Für Autofahrer lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die österreichische Spritpreisregelung. Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen – und zwar exakt um 12 Uhr. Senkungen sind hingegen jederzeit und auch mehrmals täglich möglich. Wer möglichst günstig tanken möchte, sollte daher nach Möglichkeit noch vor Mittag an die Zapfsäule fahren.

Kommentare
Lädt Kommentare...