Der Boom rund um generative Künstliche Intelligenz hat Microsoft enorme Wachstumschancen eröffnet. Gleichzeitig steigen jedoch die Betriebskosten für leistungsstarke KI-Anwendungen erheblich. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Copilot Cowork, dem agentischen KI-Assistenten für Unternehmenskunden.
Im Gegensatz zu klassischen Chatbots kann Copilot Cowork komplexe Aufgaben eigenständig in einzelne Arbeitsschritte zerlegen, wiederholt verschiedene KI-Modelle aufrufen und zahlreiche Prozesse automatisiert ausführen. Ähnliche Ansätze verfolgen auch Produkte wie Claude Code von Anthropic oder Codex von OpenAI.
Gerade diese hohe Leistungsfähigkeit hat jedoch ihren Preis. Nutzer, die das System intensiv einsetzen, verursachen erhebliche Rechenkosten.
DeepSeek könnte zur günstigen Alternative werden
Vor diesem Hintergrund prüft Microsoft laut dem Bericht den Einsatz einer angepassten Version des chinesischen Open-Source-Modells DeepSeek-V4. Das Modell könnte künftig als kostengünstigere Alternative für bestimmte Anwendungen innerhalb von Copilot Cowork dienen.
Derzeit werden die meisten Funktionen des Dienstes hauptsächlich von Modellen von OpenAI und Anthropic betrieben.
Microsoft will Sicherheitsbedenken ausräumen
Angesichts der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China dürfte ein möglicher Einsatz von DeepSeek für Diskussionen sorgen. Deshalb betont Microsoft bereits jetzt, dass ein potenzieller DeepSeek-Dienst nicht standardmäßig aktiviert würde, sondern lediglich als zusätzliche Option für Kunden zur Verfügung stünde.

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