„Mit einem Durchschnittslohn von rund 1.600 Euro können wir es uns nicht einmal mehr leisten, zur Arbeit zu kommen“, hieß es in einer Erklärung der Beschäftigten.

TotalEnergies äußerte sich zunächst nicht zu dem Ausstand. Der Konzern betreibt rund ein Viertel der Tankstellen in Frankreich.

Reisestarke Zeit

Der Streik fällt in eine reisestarke Zeit, da in einigen Regionen, darunter in der Region Paris, die Frühjahrsferien begonnen haben. „Die Beschäftigten erhielten keine Unterstützung, um den drastischen Anstieg der Kraftstoffpreise zu bewältigen”, sagte CGT-Generalsekretärin Sophie Binet dem Fernsehsender France 2 und fügte hinzu, dies müsse dringend gelöst werden. Binet erneuerte zudem die Forderung an die Regierung, den Mindestlohn anzuheben. Dieser liegt in Frankreich bei rund 1 800 Euro brutto bzw. 1 450 Euro netto pro Monat.

Die Ölpreise waren infolge des Iran-Krieges auf den höchsten Stand seit Jahren geklettert. TotalEnergies hatte im März angekündigt, die Preise an den Zapfsäulen zu deckeln, um die Kundinnen und Kunden zu entlasten. Die französische Regierung erwägt ihrerseits eine Begrenzung der Gewinnmargen von Kraftstoffhändlern, stößt damit jedoch auf Widerstand in der Branche.