Die Energiepreise verändern das Reiseverhalten in Österreich grundlegend. Laut einer aktuellen Umfrage der Innofact AG im Auftrag von AutoScout24 passen bereits drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubspläne an die gestiegenen Mobilitätskosten an. Nur knapp ein Viertel verreist noch wie ursprünglich geplant.
Näher, kürzer, günstiger
Beim Reiseziel ist der Trend eindeutig: 20 Prozent der Befragten wählen bewusst preiswertere oder näher gelegene Destinationen. 17 Prozent planen, insgesamt weniger oder kürzer zu verreisen. „Der Preis wird zum entscheidenden Faktor bei der Wahl zwischen Flug- und Autoreise”, sagt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Auto schlägt Flugzeug
Beim Verkehrsmittel zeichnet sich ein klarer Schwenk ab: 18 Prozent wollen heuer mit dem Auto statt mit dem Flugzeug in den Urlaub fahren. Weitere 13 Prozent bleiben zwar bei der Autoreise, kalkulieren dabei aber deutlich genauer. 8 Prozent sparen zusätzlich bei Aktivitäten und Ausgaben vor Ort.
Besonders spürbar ist die Teuerung in Haushalten mit Kindern. Jeder Fünfte steigt vom Flieger aufs Auto um oder wählt ein näheres Reiseziel. Ebenso viele verkürzen die Urlaubsdauer. Komplett auf den Sommerurlaub verzichtet trotzdem nur eine kleine Minderheit von sechs Prozent.
Für manche fällt der Urlaub ganz aus
Die Konsequenzen sind für einen Teil der Bevölkerung drastisch: 12 Prozent geben an, heuer gänzlich auf Urlaub zu verzichten. Vier Prozent weichen auf Wohnmobilreisen aus, die mehr Flexibilität und bessere Kostenkontrolle bieten. 14 Prozent sind noch unschlüssig, wie sie mit der Situation umgehen werden.
Für die Umfrage befragte die Innofact AG im April 2026 insgesamt 534 österreichische Autobesitzer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht.

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