Im Zentrum des Neustarts steht das bekannte Gwandhaus an der Hellbrunner Allee in Salzburg-Morzg. Das historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert war über Jahrzehnte eng mit der Marke Gössl verbunden. Bereits vor rund 20 Jahren hatte das Unternehmen das Anwesen übernommen und umfassend revitalisiert.
Nach der finanziellen Schieflage im vergangenen Jahr änderten sich jedoch die Eigentumsverhältnisse. Der neue Besitzer ist inzwischen Mark Mateschitz, der das Gebäude über seine Distribution und Marketing Gesellschaft übernommen hat. Derzeit wird das traditionsreiche Haus umgebaut. Das Verkaufsgeschäft bleibt allerdings weiterhin geöffnet.
Produktion und Verwaltung nach Bergheim verlagert
Im Zuge der Neuaufstellung wurden mehrere Unternehmensbereiche neu organisiert. Nicht öffentliche Bereiche wie die Näherei sowie Verwaltungs- und Büroflächen sind inzwischen an die Firmenzentrale nach Bergheim im Flachgau übersiedelt worden.
Geschäftsführer Maximilian Gössl erklärte, man befinde sich nun wieder auf einem guten Weg. Besonders die neuen Kollektionen würden sowohl im Inland als auch international auf positive Resonanz stoßen.
Der Konzern betreibt aktuell insgesamt 28 Geschäfte in ganz Österreich und sucht weiterhin zusätzliches Personal für den Verkauf.
Tracht erlebt trotz gesellschaftlichem Wandel neue Nachfrage
Bemerkenswert ist vor allem, dass sich traditionelle Kleidung weiterhin großer Beliebtheit erfreut – trotz gesellschaftlicher Liberalisierung und sich wandelnder Modetrends.
Gerade regionale Identität, Brauchtum und traditionelle Veranstaltungen erleben vielerorts wieder neue Aufmerksamkeit. Das zeigt sich besonders deutlich bei Großveranstaltungen rund um Tracht und Volkskultur: U.a. auch am Gauder Fest in Zell am Ziller, das als größtes Trachten- und Frühlingsfest Österreichs gilt.

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