Das Unternehmen mit Sitz im niederbayerischen Plattling hat beim zuständigen Gericht in Deggendorf einen Antrag auf Eigeninsolvenz gestellt. Insgesamt 81 Beschäftigte sind betroffen.
Trotz der angespannten Lage soll der Geschäftsbetrieb vorerst fortgeführt werden. Ziel ist es, neue Investoren zu finden und eine nachhaltige Perspektive zu entwickeln. Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht in der frühzeitigen Antragstellung eine Chance, den notwendigen Handlungsspielraum zu sichern.
Die Löhne der Mitarbeiter sind zunächst abgesichert: Für den Zeitraum von April bis Juni übernimmt das Insolvenzgeld die Auszahlung.
Solider Umsatz – aber wachsende Belastungen
Die Insolvenz kam mehr oder weniger überraschend – noch vor kurzem erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Das Sortiment umfasst hochwertige Werkzeuge für die Holzbearbeitung und den Instrumentenbau sowie Messer, Gartenwerkzeuge und Jagdzubehör.
Produziert wird teilweise in einer eigenen Manufaktur im Industriegebiet von Plattling. Der Vertrieb erfolgt über zwei stationäre Geschäfte in Plattling und München sowie über einen Online-Shop.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1848 zurück – eine lange Tradition, die den aktuellen Einschnitt umso gravierender erscheinen lässt.
Schwache Konjunktur trifft auf hohe Investitionen
Als Hauptursachen für die Insolvenz nennen die Verantwortlichen zwei zentrale Faktoren. Zum einen habe die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre die Kaufbereitschaft deutlich gedämpft. Zum anderen hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren erheblich in den Ausbau seines Sortiments investiert. Letztlich konnte die Finanzierung für das Geschäftsjahr 2026 nicht mehr sichergestellt werden.
Suche nach Investoren läuft
Die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Ziel ist es, einen Investor zu finden, der das Unternehmen stabilisiert und langfristig weiterführt.
Die Verantwortlichen setzen darauf, dass die Kombination aus etabliertem Markennamen, hochwertigem Sortiment und bestehender Infrastruktur eine attraktive Grundlage für eine Übernahme bietet.

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