Mit der umfassenden Neugestaltung zwischen Neutor und Museumsplatz verfolgt die Stadt ein ambitioniertes Ziel: den Durchzugsverkehr deutlich zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu erhöhen. Für Pendler entstehen jedoch Nachteile.
Verkehrsberuhigung auf zentraler Achse
Im Zentrum der Planungen steht die stark frequentierte Verbindung zwischen Neutor, Herbert-von-Karajan-Platz, Bürgerspitalplatz, Anton-Neumayr-Platz und Museumsplatz. Derzeit passieren täglich rund 12.000 Fahrzeuge diesen Bereich. Diese Zahl soll künftig deutlich sinken.
Begegnungszone statt klassische Fußgängerzone
Anstelle einer vollständigen Sperre setzt die Stadt jedoch auf ein differenziertes Modell: Die neue Fläche wird als sogenannte Begegnungszone gestaltet. Das bedeutet, dass der Verkehr nicht vollständig verschwindet, sondern lediglich neu organisiert wird.
Busse, Lieferdienste und Anrainer behalten weiterhin Zufahrtsmöglichkeiten. Auch Kunden können den Bereich zur Warenabholung nutzen.
Planungsstadträtin Anna Schieser betont, dass es sich um einen Wirtschaftsraum handle, in dem Mobilität weiterhin möglich bleibe – jedoch mit einem neuen Schwerpunkt auf Aufenthaltsqualität und Nutzung durch Fußgänger. Vor allem für Pendler, entstehen jedoch Probleme. Sie werden bei der Fahrt nach Hause oder zur Arbeit mehr Zeit einplanen müssen.
Investition von 12,8 Millionen Euro
Die Umsetzung des Projekts ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Insgesamt sind rund 12,8 Millionen Euro vorgesehen, um die Umgestaltung der rund 12.000 Quadratmeter großen Fläche zu realisieren. Neben der Verkehrsberuhigung steht dabei vor allem die Neugestaltung des öffentlichen Raums im Fokus.
Mehr Grün, Wasser und Aufenthaltsqualität
Der Siegerentwurf eines Architekturbüros aus Ljubljana sieht eine umfassende Aufwertung des Stadtbildes vor. Materialien wie Granit und Betonstein bilden die Grundlage der Gestaltung, ergänzt durch zahlreiche Elemente zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität.
Geplant sind unter anderem 30 zusätzliche Bäume, neue Grünflächen, Sitzgelegenheiten, Trinkwasserbrunnen sowie Spielobjekte für Kinder. Ein besonderes Highlight ist die teilweise Öffnung des unterirdisch verlaufenden Almkanals, der künftig sichtbar und erlebbar gemacht werden soll. Gerade an heißen Tagen soll das Zusammenspiel aus Wasser und Begrünung für spürbare Abkühlung sorgen.
Langfristiger Zeitplan bis 2030
Der weitere Ablauf ist klar strukturiert. Noch vor dem Sommer soll der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für das Projekt fassen. Anschließend folgen detaillierte Abstimmungen mit der Altstadtkommission und dem Bundesdenkmalamt.
Der Baustart ist spätestens für das Frühjahr 2028 vorgesehen. Wenn alle Planungen umgesetzt werden können, soll die neue Begegnungszone bis Mitte 2030 fertiggestellt sein.
Neue Wohnbauprojekte treiben Wandel des Stadtbilds voran
Parallel zur Umgestaltung der Innenstadt entstehen auch in anderen Stadtteilen neue Bauprojekte. In Salzburg-Liefering wird derzeit eine neue Wohnsiedlung realisiert, die mit einer innovativen Bauweise für Aufmerksamkeit sorgt.
Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 3.800 Quadratmetern entstehen 62 Wohnungen. Das Besondere: Die Gebäude werden aus etwa 1.000 vorgefertigten Holzelementen zusammengesetzt – geschützt durch eine großflächige Zeltkonstruktion.
Die Konstruktion dient dazu, die empfindlichen Holzelemente vor Witterungseinflüssen zu schützen. Gerade im Holzbau ist Präzision entscheidend, da bereits kleinste Abweichungen Auswirkungen auf die Stabilität haben können.
Projektleiterin Marlene Asamer erklärte gegenüber dem ORF, dass die Bauteile wie in einem Baukastensystem montiert werden. Die Elemente werden schrittweise angeliefert und vor Ort zusammengesetzt. Der Abbau der Zeltkonstruktion ist bereits für den Sommer vorgesehen.
Durch die modulare Bauweise kann das Projekt vergleichsweise schnell umgesetzt werden. Bereits im Sommer sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

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