Der Sommerurlaub mit dem Auto wird heuer für viele Österreicher teurer. Der Konflikt im Nahen Osten belastet die Energiemärkte, Benzin und Diesel bleiben europaweit auf hohem Niveau. Trotzdem gibt es auf klassischen Urlaubsrouten weiterhin deutliche Preisunterschiede.
Besonders für Reisende Richtung Kroatien, Slowenien, Italien oder Ungarn lohnt sich ein genauer Blick auf die Tankstopps. Wer nicht erst an der teuersten Autobahntankstelle nachfüllt, sondern Preise entlang der Route vergleicht, kann spürbar sparen.
Kroatien und Slowenien bleiben attraktiv
Für viele Österreicher führt die wichtigste Sommerroute an die Adria. Gute Nachrichten gibt es dabei vor allem für Kroatien-Urlauber: Dort gelten staatlich regulierte Höchstpreise für Standardkraftstoffe. Auch Slowenien zählt weiterhin zu den günstigeren Tankländern Europas.
Wer also ohnehin Richtung Süden unterwegs ist, sollte den Tankstopp bewusst planen. Vor allem vor der Heimreise aus Kroatien oder Slowenien kann es sich lohnen, noch einmal voll zu tanken.
Italien könnte wieder teurer werden
Anders sieht es in Italien aus. Das Land gehört zwar zu den beliebtesten Reisezielen der Österreicher, beim Tanken könnte es dort aber wieder kostspieliger werden. Eine bisherige Entlastung bei den Verbrauchssteuern ist ausgelaufen, statt eines allgemeinen Tankrabatts werden gezieltere Hilfen diskutiert.
Für Autofahrer auf dem Weg an die obere Adria, nach Südtirol oder weiter Richtung Süden gilt daher: Nicht automatisch an der Autobahn tanken. Oft sind Tankstellen abseits der Schnellstraßen deutlich günstiger.
Ungarn: Preisdeckel hilft Österreichern nicht
Auch Ungarn hat auf die hohen Kraftstoffpreise mit einem Preisdeckel reagiert. Für österreichische Autofahrer bringt das allerdings wenig: Die gedeckelten Preise gelten nicht für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen.
Wer Richtung Balaton oder weiter nach Südosteuropa fährt, sollte deshalb nicht fix mit Billigpreisen in Ungarn rechnen.
Schweiz und Norden Europas meist teurer
Teurer wird es für Autourlauber häufig in der Schweiz. Auch Dänemark und die Niederlande zählen traditionell zu den Ländern mit höheren Spritpreisen. Wer von Österreich aus in diese Richtung unterwegs ist, sollte den Tank möglichst vor der Grenze in einem günstigeren Land füllen.
ADAC warnt vor langen Umwegen
Wie der ADAC berichtet, bleiben Polen, Slowenien und Kroatien im europäischen Vergleich besonders attraktiv, während Länder wie die Niederlande, Dänemark oder die Schweiz häufig teurer sind. Gleichzeitig warnen Experten vor klassischem Tanktourismus.
Lange Umwege nur wegen einiger Cent Preisunterschied lohnen sich meist nicht. Der zusätzliche Verbrauch und der Zeitaufwand fressen den Vorteil rasch wieder auf. Anders ist es, wenn ein günstiges Land ohnehin auf der Route liegt – dann kann ein voller Tank vor der Weiterfahrt oder Heimreise tatsächlich Geld sparen.
Auch wichtig: Größere Mengen Kraftstoff in Reservekanistern können zollpflichtig sein. Reisende sollten deshalb die erlaubten Mengen nicht überschreiten.

Kommentare
Lädt Kommentare...