Stellantis plant, bis spätestens 2030 ein neues großes SUV der Marke Jeep für Europa in China fertigen zu lassen. Produziert werden soll das Fahrzeug gemeinsam mit dem chinesischen Partner Dongfeng im Werk Wuhan.
Wie Jeep-Europachef Fabio Catone erklärte, soll das europäische Modellangebot der Marke bis zum Ende des Jahrzehnts von derzeit zwei auf insgesamt sechs Fahrzeuge anwachsen. Die Produktion des neuen SUV ist dabei ein zentraler Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie.
Dongfeng als bedeutender Partner – Strategiewechsel unter neuem Konzernchef
Die Entscheidung markiert einen deutlichen Kurswechsel. Unter dem früheren Stellantis-Chef Carlos Tavares hatte sich der Konzern schrittweise aus der Zusammenarbeit mit Dongfeng zurückgezogen und 2022 sogar einen vollständigen Ausstieg aus der Produktion in China in Aussicht gestellt.
Seit dem Amtsantritt von CEO Antonio Filosa Mitte 2025 verfolgt Stellantis jedoch eine andere Strategie. Die Kooperation mit Dongfeng wurde wieder intensiviert. Beide Unternehmen gründeten inzwischen zudem ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen, das Dongfeng ermöglicht, eigene Fahrzeuge in einem Stellantis-Werk in Frankreich zu produzieren.
Parallel baut Stellantis auch die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Elektroautohersteller Leapmotor weiter aus. Der Konzern nutzt damit zunehmend chinesische Produktionskapazitäten, Technologien und Lieferketten, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Jeep bleibt Schlüsselmarke im Stellantis-Konzern
Innerhalb des weltweit agierenden Autobauers zählt Jeep – zusammen mit Ram, Peugeot und Fiat –zu den vier Marken, in die Stellantis künftig besonders stark investieren will. Jeep gilt dabei jedoch als einzige Marke mit echter globaler Präsenz.
Vor allem der kompakte Jeep Avenger verkauft sich in Europa erfolgreich. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2023 wurden auf dem Kontinent bereits rund 280.000 Fahrzeuge verkauft. Ergänzt wird das Angebot weiterhin durch den Jeep Compass. Im kommenden Jahr soll außerdem das vollelektrische Modell Recon auf den europäischen Markt kommen.
Eine Rückkehr des Geländewagen-Klassikers Wrangler ist hingegen vorerst nicht geplant. Das Modell war aufgrund der verschärften europäischen Emissionsvorschriften aus dem Programm genommen worden.

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