Denn trotz steigender Umsätze fehlt es vielerorts an ausreichend Mitarbeitern, um den Betrieb stabil aufrechterhalten zu können. Viele Unternehmer reagieren inzwischen pragmatisch: kleinere Speisekarten, reduzierte Öffnungszeiten oder zusätzliche freie Tage sollen das vorhandene Personal entlasten und attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen.
Köche und Servicekräfte bleiben Mangelware
In der Branche wird zwar eine leichte Entspannung beim Arbeitskräftemangel beobachtet, vom Niveau früherer Jahre sei man jedoch weiterhin deutlich entfernt.
Besonders schwierig bleibt die Suche nach qualifizierten Fachkräften. Vor allem ausgebildete Köche sowie Mitarbeiter im Service werden händeringend gesucht.
„Hier ist die Suche laufend gegeben, aber diese Posten sind meist schwer zu besetzen“, erklärt Oberösterrichische Wirtesprecher Gerald Royda dem ORF.
Gerade kleinere Betriebe leiden unter der Situation besonders stark. Denn viele Restaurants verfügen nicht über die finanziellen Möglichkeiten großer Hotelketten und können bei Gehalt oder Zusatzleistungen nur begrenzt mithalten.
Gastronomie als Einstieg für Flüchtlinge
Beim AMS Oberösterreich setzt man deshalb verstärkt auf Qualifizierungsmaßnahmen und Quereinsteiger. Besonders Menschen, die nach Österreich geflüchtet sind, sollen verstärkt für Tätigkeiten in der Gastronomie gewonnen werden.
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt sieht darin eine wichtige Chance für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Branche fordert gleichzeitig politische Maßnahmen, um den Arbeitskräftemangel zumindest teilweise abzufedern. Gefordert werden unter anderem höhere Kontingente für Arbeitskräfte aus Drittstaaten sowie ein Abbau bürokratischer Hürden, damit saisonale Beschäftigte schneller eingesetzt werden können.

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