Was vor wenigen Jahren noch als Nischentechnologie galt, entwickelt sich inzwischen zu einem Milliardenmarkt. Davon wollen offenbar auch deutsche Industriekonzerne profitieren. Nach Volkswagen könnte nun auch Mercedes-Benz den Einstieg in den Verteidigungssektor vollziehen.
Allianz mit Münchner Verteidigungs-Startup
Nach Informationen der Financial Times steht Mercedes-Benz kurz davor eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Unternehmen Tytan Technologies in die Wege zu leiten. Beide Seiten sollen demnach eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft vorbereiten.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung mobiler Systeme zur Abwehr von Drohnen. Während Tytan die eigentliche Abwehrtechnologie liefert, soll Mercedes die Fahrzeugplattformen bereitstellen.
G-Klasse und Sprinter als mobile Abwehrplattformen
Konkret sollen laut Bericht mehrere Fahrzeugtypen von Mercedes für das neue System genutzt werden. Vorgesehen ist unter anderem eine militärisch angepasste Version der legendären G-Klasse. Darüber hinaus soll auch der Transporter Sprinter als Basis fürmobile Einsatzlösungen dienen.
Aus Medienberichten geht hervor, dass die Fahrzeuge mit Sensorik, Steuerungstechnik und speziellen Abschussvorrichtungen für Abfangdrohnen ausgerüstet werden würden. Dadurch könnten sie flexibel auf unterschiedliche Bedrohungsszenarien reagieren.
Besonders die G-Klasse verfügt bereits über eine lange militärische Tradition. Die Bundeswehr nutzt entsprechende Varianten seit Jahren unter der Bezeichnung „Wolf“.
Günstiger als klassische Luftabwehr
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Projekts liegt offenbar in den Kosten. Im Vergleich zu großen Flugabwehrplattformen oder komplexen Raketenabwehrsystemen sollen die mobilen Drohnenabwehrlösungen deutlich günstiger und schneller verfügbar sein.

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