Besonders hart trifft Volkswagen der schwächelnde Absatz. Weltweit gingen die Auslieferungen um knapp neun Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Auf dem wichtigen chinesischen Markt brachen die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel ein – ein schwerer Rückschlag für den Konzern.
Umfassender Sparkurs
Konzernchef Oliver Blume macht unter anderem Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und den immer härteren Wettbewerb für die schlechte Entwicklung verantwortlich. Um gegenzusteuern, arbeitet das Management an einem umfassenden Sparkurs.
Riesiger Stellenabbau
Dabei könnten weltweit bis zu 50.000 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem stehen vier Werke in Deutschland auf dem Prüfstand. Die Pläne kommen zusätzlich zu dem bereits laufenden Stellenabbau: Bis 2030 sollen konzernweit bereits 50.000 Jobs gestrichen werden, mehr als 37.000 Beschäftigte haben entsprechende Vereinbarungen bereits unterschrieben.
Massiver Widerstand
Doch gegen die neuen Sparpläne regt sich heftiger Widerstand. Gewerkschaften, Betriebsrat und auch das Land Niedersachsen, das rund 20 Prozent an Volkswagen hält, stellen sich gegen weitere Einschnitte. Berichten zufolge fanden die Pläne im Aufsichtsrat zunächst keine Mehrheit. Für den Wolfsburger Autobauer bleibt die Lage damit angespannt. Während die Gewinne weiter schrumpfen, wächst zugleich der Druck, den Konzern wieder auf Erfolgskurs zu bringen – ohne tausende weitere Arbeitsplätze zu opfern.

Kommentare
Lädt Kommentare...