Doch die Freude über die Wiederkehr trübt sich beim Blick auf den Preis. Für Erwachsene kostet die Monatskarte nun 48,60 Euro – 2021 waren es noch 31 Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 57 Prozent. Jugendliche zahlen 36,60 Euro, Kinder 16,80 Euro. Die Karte ist ab dem Kaufdatum 30 Tage gültig und gilt standortübergreifend in allen städtischen Hallen- und Freibädern.

Teurer schwimmen in Wien

Die Monatskarte ist nicht die einzige Kostensteigerung, die Badegäste heuer spüren. Per 1. Jänner wurden sämtliche Eintrittspreise um 6,37 Prozent angehoben – eine automatische Indexanpassung, wie Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) betonte: „Es wird keinen Preishammer geben, wenn wir die gesetzlich vorgesehene Valorisierung machen.” Der Tageseintritt für Erwachsene beläuft sich nun auf 8,10 Euro, zuvor waren es 7,60 Euro. Kinder zahlen 2,80 statt 2,40 Euro, Jugendliche 4,60 Euro. Eine Familienkarte für einen Erwachsenen und ein Kind kostet 9,60 Euro.

Wer erst am Nachmittag ab 13 Uhr kommt, zahlt 6,40 Euro – nur im Freibad. Das Frühschwimmen in der Schwimmhalle zwischen 6.45 und 7.50 Uhr ist für 2,60 Euro erhältlich, allerdings ausschließlich online buchbar. Die Badekasse bleibt ab Saisonstart geschlossen. Kleinkinder der Jahrgänge 2020 bis 2026 haben weiterhin freien Eintritt.

Fastlane im Gänsehäufel, längere Abende an der Alten Donau

Um die teils langen Wartezeiten an den Kassen zu verkürzen, setzt die Stadt auf digitale Lösungen. Online-Tickets sind ab sofort sieben Tage im Voraus buchbar. Im Strandbad Gänsehäufel wird ab Anfang Juni zusätzlich eine eigene Einlassspur mit elektronischem Check-in für Inhaber von Dauer- oder Onlinekarten eingerichtet – eine Art Fastlane, die das Anstehen an der Kassa überflüssig machen soll.

Einen neuen Versuch wagt die Stadt auch beim Strandbad Alte Donau: Von 20. Juni bis 2. August wird bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss sein – eine Stunde länger als bisher. Der Kassenschluss wird ebenfalls nach hinten verschoben. Nach dem Sommer soll evaluiert werden, ob das Modell ausgeweitet wird.

Neue Rutschen, laufende Sanierungen

In den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung wurden die Wasserrutschen erneuert und stehen ab sofort zur Verfügung. Gleichzeitig laufen an mehreren Standorten umfangreiche Sanierungs- und Bauarbeiten.

Die Schwimmhallen im Hietzinger und Döblinger Bad sind wegen Sanierungen zur Gänze gesperrt – die Freibereiche sind jedoch offen. Im Jörgerbad sind Schwimmhalle und Sauna ab 6. Juli dicht. Der Freibereich dort bleibt den gesamten Sommer geschlossen, da er bereits für Baustellenvorbereitungen benötigt wird. Geplant ist die Fertigstellung bis Herbst 2026 im Döblinger Bad und bis Herbst 2027 im Hietzinger Bad.

In den Kombibädern Simmeringer Bad, Ottakringer Bad, Großfeldsiedlungsbad und Donaustädter Bad ist der Ticketverkauf nur an der Freibadkasse möglich, die Saunabteilungen bleiben dort bis 13. September geschlossen.

Mehr Schwimmkurse, null Toleranz bei Belästigung

Heuer stehen 192 Sommerschwimmkurse in ausgewählten Schwimmhallen auf dem Programm – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Zahl der Kursplätze wurde auf 1.152 erhöht, die Kosten liegen bei 130 Euro für zehn Einheiten. Anmeldung ist online ab 1. Juni möglich.
Neu ist auch ein „Code of Conduct” gegen Belästigung in den Bädern, der gemeinsam mit dem städtischen Frauenservice erarbeitet wurde. Czernohorszky stellte klar: „Sexuelle Belästigungen jeder Art haben keinen Platz und werden mit unbefristetem Haus- und Badeverbot sanktioniert.”