Wie die Presse berichtete, steht im Zentrum seiner Kritik die zunehmende Komplexität im Steuersystem. „Die Flickschusterei bei der Unternehmensbesteuerung – Übergewinnsteuern, Bevorzugung kleiner Gesellschaften – ist beunruhigend“, sagte Felbermayr. Solche Maßnahmen würden dem Wirtschaftsstandort schaden.

Lob für Lohnnebenkosten-Senkung – aber Forderung nach mehr

Die geplante Senkung der Lohnnebenkosten begrüßt Felbermayr grundsätzlich. Gleichzeitig fordert er weitere Schritte, damit Österreich bei der Abgabenbelastung des Faktors Arbeit die OECD-Spitzengruppe verlässt.

Kein Sicherheitspolster beim Budget

Auch bei der Budgetkonsolidierung sieht der Wifo-Chef Schwächen. Es gebe keinen Sicherheitspolster, um auf das eingetrübte Wachstum ausreichend reagieren zu können.

Kritik an fehlender Strategie

Aus Felbermayrs Sicht setzt die Regierung zu stark auf neue Einzelmaßnahmen bei Steuern und Abgaben, statt strukturelle Reformen anzugehen. Dadurch werde das System unübersichtlicher – und der Standort Österreich weiter belastet.