Der Konflikt um die Zukunft des Erfurter Logistikzentrums geht in die nächste Runde. Nach mehreren Verhandlungswochen haben Management und Betriebsrat ihre Gespräche über einen Sozialplan am Samstag ergebnislos beendet.
Nach Angaben beider Seiten sah der Betriebsrat keine Grundlage mehr für weitere Verhandlungen und brach die Gespräche ab. Damit tritt nun das bereits im Vorfeld vereinbarte Verfahren in Kraft: Die Auseinandersetzung wird einer Einigungsstelle unter neutralem Vorsitz übergeben.
Für die rund 2.000 noch am Standort beschäftigten Mitarbeiter bedeutet dies, dass weiterhin keine Klarheit über mögliche Abfindungen und Ausgleichsmaßnahmen besteht.
Einigungsstelle soll Lösung finden
Bereits am kommenden Dienstag soll die Einigungsstelle unter der Leitung eines ehemaligen Arbeitsrichters ihre Arbeit aufnehmen.
Als vorläufig letzter Termin wurde der 9. Juli angesetzt. Bis dahin sollen die offenen Fragen rund um den Sozialplan geklärt und ein möglicher Kompromiss erarbeitet werden.
Zalando hält am Schließungsdatum fest
Ungeachtet der gescheiterten Verhandlungen hält der Dax-Konzern an seinem Zeitplan fest. Das Unternehmen bekräftigte erneut, das Logistikzentrum in Erfurt zum 30. September 2026 schließen zu wollen.
„Unser Ziel bleibt es, das Verfahren zeitnah abzuschließen und das geplante Schließungsdatum zum 30.09.2026 umzusetzen“, erklärte ein Unternehmenssprecher jüngst.
Mit dem Standort in Erfurt verbindet Zalando einen wichtigen Teil seiner Unternehmensgeschichte. Das Logistikzentrum gehörte zu den frühen Dreh- und Angelpunkten des Konzerns und spielte eine zentrale Rolle beim Aufstieg des Onlinehändlers.

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