Es war ein Sieg, mit dem vor kurzem noch die Wenigsten gerechnet hätten: Dara aus Bulgarien hat den 70. Eurovision Song Contest in Wien für sich entschieden. Die 27-jährige Sängerin mauserte sich auf den letzten Metern zu einem aussichtsreichen Geheimtipp und überholte schließlich die lange Zeit als Topfavoriten gegolten habenden Länder wie Finnland oder Australien – ein großartiges Comeback für Bulgarien, das zuletzt 2022 beim Song Contest vertreten war.
Im Musikbusiness ist Dara, die am 9. September 1998 in Varna als Darina Nikolaeva Yotova geboren wurde, keine Unbekannte. Vor knapp zehn Jahren startete sie ihre Karriere und gehört heute zu den bekanntesten Popstars ihres Heimatlandes. Wie bei so vielen stand auch bei ihr eine Castingshow – die bulgarische Version von “X Factor” – am Beginn jener Reise, die sie bis zum Song-Contest-Triumph führen sollte.
Ein "Dancing Star" auf der Stadthallen-Bühne
Es folgten etliche Veröffentlichungen und weitere TV-Auftritte, wobei Dara etwa bei “The Voice of Bulgaria” auch als Mentorin für andere Musiktalente in Erscheinung trat. Ihr Tanztalent, dass ihr beim ESC in Wien für die aufwendige Choreografie in die Karten spielte, bewies sie vor zwei Jahren bei “Dancing Stars” in Bulgarien. Dort belegte sie Platz 2. Ihr jüngstes Studioalbum hat Dara mit “Adhdara” im Herbst des Vorjahres veröffentlicht.
Mit der Inszenierung zum ESC-Siegertitel “Bangaranga” haben Dara und ihr Team aber offenbar eine Punktlandung hingelegt: Was zunächst wie eine Szene in einem Wartezimmer wirkt, wird dank harter Electrobeats und vertracktem Songwriting zu einem waschechten Partyknaller, der auf der Bühne der Stadthalle dank der ausgeklügelten Choreografie vollends überzeugen konnte. Gemeinsam mit ihren fünf Tänzern lieferte Dara einen wilden Ritt, der sich sehen lassen konnte.
Cosmo sorgt für Tanzstimmung
Österreichs Starter Cosmo trotzte den Buchmachern und konnte mit einem Jurypunkt aus Luxemburg sowie fünf Punkten aus dem Publikumsvoting immerhin Großbritannien hinter sich lassen. Sein Auftritt sorgte in der Wiener Stadthalle allerdings für gute Laune und viel Tanzstimmung – und genau das wollte er auch erreichen, wie er vor der Show verriet.

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