Ein Arbeitskonflikt in einem der bekanntesten Restaurants der USA entwickelt sich zu einem prominenten Schlagabtausch. Als Präsidentin der Schauspielergewerkschaft Actors’ Equity unterstützt Brooke Shields die Künstler von Casa Bonita und nimmt dabei die Eigentümer Trey Parker und Matt Stone öffentlich in die Pflicht.

Rund 80 Darsteller, die im Restaurant als Tänzer, Schauspieler, Musiker oder Klippenspringer auftreten, kämpfen seit mehr als einem Jahr um einen neuen Tarifvertrag. Neben höheren Löhnen fordern sie vor allem bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.

Streit um Löhne und Arbeitsbedingungen

Im Tarifstreit geht es nicht nur um die Bezahlung der Künstler, sondern auch um ihre Arbeitsbedingungen. Wie CNN berichtet, fordert die Gewerkschaft bessere Schutzmaßnahmen. Die leitende Klippenspringerin Bethel Lindsley sagte dem Sender, die Wassertemperatur im rund 3,8 Meter tiefen Sprungbecken sei zeitweise nicht ausreichend reguliert worden. Dadurch sei es zu Unterkühlungen und gesundheitlichen Problemen infolge hoher Chlorkonzentrationen gekommen. Zudem sei es „ein sehr langer und schwieriger Kampf“ gewesen, überhaupt grundlegende Sicherheitsmaßnahmen bei Casa Bonita durchzusetzen. Als sie zu Beginn ihrer Tätigkeit nach Sicherheitsvorkehrungen für das Sprungteam gefragt habe, sei ihr geantwortet worden: „Es gab keine.“

Shields und die Gewerkschaft kritisieren zudem fehlende Notfallpläne für Amoklagen sowie unzureichende Sicherheitsmaßnahmen für Künstler mit direktem Gästekontakt. Den Eigentümern wirft die Schauspielerin vor, sich trotz inzwischen 14 Verhandlungsrunden nicht persönlich eingeschaltet zu haben. Von Trey Parker und Matt Stone komme „nur Funkstille“, sagte sie gegenüber dem Sender.

Das Management des Restaurants erklärte gegenüber der Daily Mail, das Wohlergehen der Mitarbeiter habe oberste Priorität. Zu den laufenden Tarifverhandlungen wollte man sich jedoch nicht äußern. Trey Parker und Matt Stone ließen auch Anfragen der Zeitung unbeantwortet.