Mit der Pianistin und Kulturmanagerin Donka Angatscheva übernimmt erstmals eine neue Präsidentin die Leitung der Internationalen Chopin-Gesellschaft Wien und führt damit das Lebenswerk des langjährigen Festivalgründers Theodor Kanitzer fort.

Kanitzer, der kürzlich seinen 100. Geburtstag feierte, hatte das Festival vor mehr als vier Jahrzehnten gegründet und zu einem festen Bestandteil der österreichischen Kulturszene gemacht. Nun soll Angatscheva das Format weiterentwickeln und zugleich modernisieren.

Ihr Anspruch: Tradition bewahren, aber neue künstlerische Impulse setzen. „Das Feuer wird weiter brennen“, betonte sie im Rahmen der Übergabe.

Internationale Klassikstars im Mostviertel

Auch 2026 setzt das Festival auf ein hochkarätiges Line-up. Erwartet werden unter anderem:

  • Günther Groissböck
  • Lidia Baich
  • Julia Stemberger
  • das 1. Frauen-Kammerorchester Österreich
  • sowie zahlreiche international ausgezeichnete Pianistinnen und Pianisten aus Europa, Asien und Südamerika

Die Verbindung von Weltklasse-Musik und außergewöhnlichen Spielorten bleibt ein zentrales Markenzeichen des Festivals.

Vier Tage zwischen Barock, Natur und Musik

Das Programm spannt sich über vier intensive Festivaltage:

  • 13. August – Eröffnung in Scheibbs
    In der barocken Pfarrkirche treffen Bach, Mozart und Brahms auf internationale Solistinnen und Solisten.
  • 14. August – Große Festivaleröffnung in Gaming
    Höhepunkt ist das Konzert in der Kartausenkirche mit Mozart, Chopin und dem 1. Frauen-Kammerorchester unter der Leitung von Jimmy Chiang.
  • 15. August – Kunst, KI und Kerzenlicht
    Matinee, Dinnerkonzert und das traditionelle „Nocturno“ in der Barockbibliothek verbinden Musik, Kulinarik und visuelle Kunst.
  • 16. August – Finale am See
    Die Festmatinee in Gaming und das Abschlusskonzert auf der Seebühne Lunz runden das Festival ab.

Seit seiner Gründung versteht sich das Chopin Festival nicht nur als Konzertreihe, sondern als Plattform für kulturellen Dialog. Auch 2026 steht dieser Gedanke im Zentrum: Musik als verbindende Kraft zwischen Ländern, Generationen und künstlerischen Traditionen.

Mit der neuen Leitung beginnt damit nicht nur eine weitere Ausgabe des Festivals, sondern ein bewusst gestalteter Übergang in eine neue künstlerische Phase – ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren, der das Festival seit Jahrzehnten prägt.